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Kampagnen, Konflikte, Kompromisse: Öffentliche Architekturdebatten

Wahlfach: Sozialwissenschaftliche Grundlagen
Typ:
Seminar
SWS: 2
Teilnehmerzahl: 15
Zeit: Donnerstags, 9.45-11.15 Uhr, wöchentlich
Erster Termin: Donnerstag, 15.4.2010, 9.45 Uhr
Ort: Gebäude 11.40, Raum: 026
Betreuung: Riklef Rambow, Jeannette Merker




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Architektur ist die öffentlichste aller Künste, niemand kann von ihr unberührt bleiben. Architektur ist eingebunden in politische, soziale und wirtschaftliche Repräsentations­strategien; sie kann nicht Nichts repräsentieren. Architektur ist zudem Teil der Bauwirtschaft; große Bauprojekte erfordern enorme finanzielle Ressourcen. Jede In­vestitionsentscheidung ist zugleich eine Entscheidung gegen Investitionen in anderen Bereichen. Dies sind nur einige Gründe, warum um wichtige architektonische Vorhaben oft leidenschaftlich gestritten wird. Solche öffentlichen Architekturdebatten sind wichtige Indikatoren des baukulturellen Selbstverständnisses einer Gesellschaft, in ihnen bilden sich die multidisziplinäre Verfasstheit und der öffentliche Charakter der Architektur ab. In dieser Veranstaltung werden wir an historischen und aktuellen Fallbeispielen untersuchen, wie solche Debatten ablaufen: Wer beteiligt sich daran, welche Motive und Interessen spielen eine Rolle? Wie groß ist das öffentliche Interesse, wie wird es erregt? Wo verlaufen die Hauptkonfliktlinien? Welche Argumente werden vorgebracht und welche Wirkungen haben sie? Welche Rolle spielen Fach- und Publikumsmedien? Wovon hängt es ab, ob Konflikte zu produktiven Lösungen führen oder ob sie destruktiv verlaufen? Teil des Seminars ist eine mehrtägige Exkursion nach Berlin, wo wir einige der zentralen Schauplätze der nationalen Architekturdebatte der letzten zwanzig Jahre (Schlossplatz/zukünftiges Humboldtforum; Museumsinsel; Flughafen Tempelhof, Regierungsviertel, Mediaspree etc.) besuchen wollen.

 

Form follows fashion: Architektur und Popkultur

Wahlfach: Sozialwissenschaftliche Grundlagen
Typ: Seminar
SWS: 4
Teilnehmerzahl: 20
Zeit: Donnerstags, 14.00-17.00 Uhr, wöchentlich
Erster Termin: Donnerstag, 15.4.2010, 14.00 Uhr
Ort: Gebäude 11.40, Raum: 026
Betreuung: Riklef Rambow, Jeannette Merker


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In diesem Seminar geht es um das Verhältnis von Architektur und Populärkultur. Zunächst versuchen wir eine theoretische Bestandsaufnahme: Was ist überhaupt Pop? Wo liegen die Grenzen zwischen Pop und Massenkultur? Kann Architektur Pop sein? Welche strukturellen Ähnlichkeiten und Differenzen lassen sich zwischen Architektur und Pop herstellen? Eine zweite Betrachtungsebene ist die historische: In welchen Phasen der jüngeren Architekturgeschichte gab es Berührungspunkte zwischen Architektur und Pop (z. b. archigram, Venturi, aber auch: Hundertwasser). Danach sollen exemplarisch einzelne Felder populärer Kultur auf ihren Umgang mit der Architektur untersucht werden: Werbung, Film, Mode, Videoclips, Plattencover, Selbstdarstellung von Popstars etc. Wie wird Architektur in diesen Bereichen für popkulturelle Ziele eingesetzt? Ein weiterer Teil dreht die Betrachtungsrichtung um und fragt nach Einflüssen populärer Kultur auf die Entwicklung von Architektur. Können populärkulturelle Strategien zur Entstehung neuer Ideen in der Architektur beitragen? In welchem Verhältnis stehen sie zum vorherrschenden Selbst- und Fremdbild der Architektur und der ArchitektInnen? Das Seminar hat experimentellen Charakter. Die TeilnehmerInnen können und sollen auch eigene Ideen und Themenvorschläge entwickeln. Die Bearbeitung der aufgeworfenen Fragen erfordert kreative Recherchetechniken. Eigenes Interesse an und Vertrautheit mit bestimmten Aspekten populärer Kultur sind dabei sicher von Vorteil. Leistungskriterien sind regelmäßige Anwesenheit und aktive Beteiligung, Mündliche Präsentation eines theoretischen Themas allein oder in Kleingruppen. Zudem sind zwei kreative Aufgaben zu bearbeiten: Die Erstellung einer Produktwerbung, bei der eine konkrete Architektur als Element der Markenbildung eingesetzt wird, sowie die Erstellung eines Videoclips, der ein selbstgewähltes Gebäude mit einem atmosphärisch stimmigen „Soundtrack“ kombiniert.

 

Architektur und Sprache

Wahlpflichtfach/Wahlfach: Grundlagen der Architektur II
Typ: Seminar
SWS: 2-4
Teilnehmerzahl: 20
Zeit: Mittwoch, 14.00-17.00 Uhr, 14 tägig
Erster Termin: Mittwoch, 14.4.2010, 14 Uhr
Weitere Termine: 13.4., 21.4., 5.5., 19.5., 2.6., 16.6., 30.6., 14.7.2010
Ort: Gebäude 11.40, Raum: 026
Betreuung: Alban Janson, Riklef Rambow

 

 

 Button Architektur und Sprache

In der Veranstaltung, die gemeinsam vom Lehrstuhl für Grundlagen der Architektur und dem Fachge-biet Architekturkommunikation angeboten wird, soll es darum gehen, architektonische Sachverhalte durch sprachliche Mittel präzise auf den Begriff zu bringen, die nicht einen rein technischen, funktiona-len, organisatorischen etc. Bereich betreffen, sondern das schwer zu beschreibende Erleben von räumlichen Wirkungen. Auch dafür gibt es eine angemessene (Fach)Sprache, die aber oft riskiert, entweder in schwammige „Architekturlyrik“ abzugleiten oder aber in unverständlich theoretisierende Verbrämung. Es handelt sich um das spezifisch Architektonische, das neben technisch-organisatorischen Fähigkeiten und Geschmackskultur vorrangig die Kompetenz von Architekten als Beherrschung einer eigenen Kulturtechnik beinhaltet. Was Architektur als Fachdisziplin ausmacht, kann nur verstehen, wer sich die Mühe macht, in die spezifische Merkmalstruktur des Mediums Archi-tektur einzudringen, die sich über Jahrhunderte entwickelt hat und ein Instrumentarium umfasst, das nicht zur Kategorie reiner Geschmacksfragen gehört. Für dieses spezifische Kerngebiet des „Architek-tonischen“ muss es auch eine spezifische Terminologie geben, die, wie jede Fachsprache, zunächst für Laien nicht unbedingt verständlich sein muss, die aber weitgehend verständlich gemacht werden kann und sollte. Das ist das Ziel der Architekturkommunikation. In dem Kurs sollen die Teilnehmer, orientiert an Beispieltexten, vor allem eigene Beschreibungen von Architektur vornehmen, die dann bei den einzelnen Terminen sehr gründlich analysiert und optimiert werden. Dazu wird es nötig sein, architektonische Sachverhalte zunächst richtig zu begreifen und sie dann so auszudrücken, dass sie möglichst jeder versteht, wozu auch ein Verständnistest gegenüber Laien vorgesehen werden kann.